Lifestyle

Intelligente Ernährung – wenn du das Beste willst, hol dir MORE

„Tipp: Unsere Energy Aminos geben dir vorher genau den Kick, den du brauchst, um voll durchzustarten!“ (Instagram: foodspring). Viele Fitness-Accounts, wie foodspring, Nu3, ESN, More Nutrition usw. werben mit Nahrungsergänzungsmitteln, die ein optimales Workout versprechen. Diese gibt es in den unterschiedlichsten Formen und Geschmacksrichtungen. Geworben wird mit verlockenden Versprechen: „perfektes Pre-Workout Getränk, mit dem man an die Grenzen gehen kann“, „enthält pflanzliche BCAAs, um die Muskeln zu versorgen“, „Proteine für den perfekten Muskelaufbau“, „Koffein und Piperin, für die Energiezufuhr“, „bekämpft Müdigkeit durch Vitamine“. Die Supplements sind nach diesen Aussagen „Wundermittel“. Mit der Einnahme von Ergänzungsmittel erhoffen und versprechen sich die Konsumenten unter anderem eine präventive Stärkung des Immunsystems, die kurative Behandlung von Mangelerscheinungen sowie die Herstellung von allgemeinem Wohlbefinden. 

Doch sind Nahrungsergänzungsmittel problemlos zu konsumieren? Der Zugang für Freizeit- und Breitensportler ist einfach. Ein kurzer Gang zum nächstgelegenen Drogerie- oder Supermarkt reicht, um sich die begehrten Supplements zu kaufen. Es geht aber auch im Internet von zu Hause aus. Socialmedia Plattformen, wie beispielsweise Instagram bieten mit der „Swipe up“ Funktion eine direkte Weiterleitung zum beworbenen Produkt. Regelmäßige Rabattcodes der Influencer*innen verleiten zusätzlich zum Kauf.

Viele Menschen werden so zum Kauf angeregt und nehmen ahnungslos Supplements aller Art zu sich. Aber sind die Supplements wirklich so sinnvoll, wie behauptet wird? Ist es wirklich nötig, als Freizeitsportler*in oder Hobbysportler*in darauf zurückzugreifen und sie in den Alltag miteinzubeziehen?

Das Robert-Koch-Institut (RKI) weist darauf hin, „dass die Ernährung in der durchschnittlichen Bevölkerung eine ausreichende Zufuhr der meisten Vitamine und Mineralstoffe gewährleistet“. Auch Markus Minoggio macht in seinem Buch „Was der Köper wirklich braucht“ über Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine und Pseudoprodukte“ darauf aufmerksam, dass Nahrungsergänzungsmittel, wie der Name bereits selbst sagt, ergänzend und nicht ersetzend zur täglichen natürlichen Aufnahme von Nähstoffen aufgenommen werden sollen. Nahrungsergänzung, so das BfR, kann durch Präparate mit isolierten Nährstoffen keine vollwertige Ernährung ersetzen. Darüber hinaus wurde in Deutschland bereits im Jahr 2004 die Herstellung und der Vertrieb der Supplements in der „Verordnung über Nahrungsergänzungsmittel“ geregelt. In der Verordnung ist allgemein festgehalten, welche Nährstoffe verwendet werden dürfen, wie diese auf der Verpackung anzuzeigen zu ist und welche tägliche Verzehrmenge empfohlen wird. Ebenso müssen die Präparate einen Hinweis aufweisen, welches das Produkt als Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung kennzeichnen.

Allerdings können Supplements auch sinnvoll sein und die Ernährung positiv ergänzen. Beispielsweise kann die Proteinzufuhr beim Muskelaufbau mithilfe der Einnahme von Proteinpulver ergänzt werden, sollten die benötigten Proteine nicht über die Nahrung aufgenommen werden. Für die Einnahme dieser Ergänzungspräparate sollte aber eine Absprache mit einem Arzt getroffen werden. Anhand eines Blutbildes kann ein möglicher „Mangel“ erkannt werden, der mit Ergänzungen ausgeglichen werden könnte. Bei der Einnahme ist stets auf eine entsprechende Dosierung der Präparate zu achten, die dem eigenen Körper angepasst werden sollte. Ein Arzt oder Experte kann hier beraten.