Digitale Welt

Zerstört Social Media unsere Natur?

Influencer posten immer öfter auf Social Media ihre Urlaubsziele. Besonders die Hashtags „Vanlife“ oder „Wanderlust“ kursieren im Internet und zeigen dabei Bilder von Influencer an scheinbar unberührten Orten der Natur.

Foto: Sarah Koch

Bereits im Jahr 2020 berichtete der Spiegel in einem Beitrag von der Influencerin Yvonne Pferrer, die ihre Follower auf Instagram an ihren Trips teilhaben lässt. Dabei ging es um ein Bild, das im Nationalpark Berchtesgaden aufgenommen wurde und sie in einem mit Wasser gefüllten Bergvorsprung zeigt. Spiegel interviewte dazu den Biologen Ulrich Brendel aus dem Nationalpark Berchtesgaden. Dieser beschwerte sich dabei über kilometerlange Trampelpfade zum Bergvorsprung, Feuerstellen, Müll und zerstörter Natur und verbindet dies mit der Öffentlichkeitswirkung Pferrers. Doch nicht nur in Deutschland sind die Urlaubsziele in der Natur überlaufen. Der Hashtag „#bali“ hat auf Instagram über 66 Millionen Beiträge und zeigt Bilder von verlassenen Stränden und Reisfeldern. Auch Norwegen mit seinen vielen Wanderrouten und Bergen wird immer mehr zu einem potenziellen Reiseziel.

Allerdings sind es nicht nur Bilder, die in dieser Angelegenheit ein zweischneidiges Schwert darstellen. Influencer verwenden immer öfter Drohnen zur Fotografie oder Aufzeichnung von Videos. Jedoch gibt es dazu klare Regelungen zur Nutzung von Drohnen. Das Verbrauchermagazin CHIP veröffentlichte dazu 2019 einen Beitrag, der diese Vorschriften zusammenfasst. Dazu gehört, dass die Nutzung von Drohnen in Naturschutzgebieten seit 2017 gänzlich verboten ist. Der NDR bezieht dies 2021 in einem Bericht darauf, dass sie größere Vögel in Gefahr brächten.

Bredel empfiehlt schließlich, dass die wichtigste Grundlage ist, dass man gut informiert sei und zu wissen:

„dass man das, was man gerade genießt, nicht gleichzeitig zerstört.“ (Spiegel 10.06.2020)