Studium

Studium und Ehrenamt - Geht das?

Ehrenamtliches Engagement ist sinnvoll, auch an der PH!

StudienanfängerInnen wird schon in den Einführungsveranstaltungen dazu geraten, das Studium in der Regelstudienzeit zu absolvieren. Neben der Studienfinanzierung und einem empfohlenen Auslandssemester stellen sich viele die Frage, ob es vorteilhaft ist, das Studium mit einer ehrenamtlichen Tätigkeit zu verbinden.

Vorab ist zu erwähnen: ehrenamtliches Engagement ist sinnvoll, auch an der PH! Denn das Ehrenamt stellt eine praktische Ergänzung zum theoretischen Studium dar. Die erworbene Praxiserfahrung wird sowohl als Vorteil beim Studium als auch bei der späteren Arbeitssuche angesehen. Die Vereinbarkeit von Studium und Ehrenamt ist aufgrund flexibler Zeiteinteilung vor allem in der vorlesungsfreien Zeit, aber auch wöchentlich nach kurzen Vorlesungstagen, durchführbar.

Generell ist das Ehrenamt eine Form des freiwilligen Engagements auf unentgeltlicher Basis. Untersuchungen zur Frage des freiwilligen Engagements in Deutschland ergaben, dass 43,6 Prozent der Bundesbürger im Alter ab 14 Jahren freiwillig engagiert sind. Der Anteil Engagierter ist in den letzten 15 Jahren sogar um knapp zehn Prozentpunkte angestiegen, von 34,0 Prozent auf 43,6 Prozent. Dies ergaben Ergebnisse des vierten Freiwilligensurveys aus dem Jahre 2014.

Vorteile bei der Ausübung eines Ehrenamts sind zum einen Möglichkeiten, neue Bekanntschaften zu schließen, welche auch eine hochschulübergreifende Vernetzung ermöglichen können. Zum anderen erwirkt das Ehrenamt die Aussicht, seinen Lebenslauf zu optimieren. Neben persönlicher Weiterentwicklung fördern schulische Arbeitsflächen eine Kompetenzerweiterung der sogenannten Hard Skills, den berufstypischen Lehrerqualifikationen. Darüber hinaus entwickeln sich elementare Soft Skills. Diese betreffen den Erwerb persönlicher, sozialer und methodischer Kompetenzen.

Regelmäßig werden Studierende gesucht, die auch über ein Schuljahr lang Sprachförderung bei mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen geben oder ehrenamtliche Nachhilfe leisten. Förderunterricht gestaltet sich in Kooperation mit Schulen für SchülerInnen mit Migrationshintergrund. Die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg bietet neben einem Zusatzverdienst und gewinnbringender Praxiserfahrung diverse Anerkennungsmöglichkeiten für die Ausübung von Praktika an. Eine erfolgreiche Teilnahme kann als Professionalisierungs- oder als Blockpraktikum anerkannt werden. Ansprechpartner an der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg ist apl. Prof. Dr. Stefan Jeuk.

Weitere Möglichkeiten, um als freiwilliger Helfer das Campusleben mitgestalten zu können sind zum Beispiel die Teilnahme am alle zwei Jahre stattfindenden Lernfestival, unter Anderem bei der Kinderbetreuung und als AnsprechpartnerInnen für die BesucherInnen.

Die studentische Interessenvertretung ist ein weiterer Bereich, also Fachschaft, Studierendenparlament und AStA, in welchem Engagement gern gesehen wird und oftmals auch durch eine Aufwandsentschädigung belohnt wird.

Aber auch außerhalb der Pädagogischen Hochschule kann aktiv Freiwilligenarbeit geleistet werden. Mögliche Beispiele von Einrichtungen für eine ehrenamtliche Mitarbeiten könnten folgende Institutionen sein:

Der Arbeitskreis Asyl hat sich zum Ziel gesetzt Asylsuchenden in Ludwigsburg und im Landkreis Ludwigsburg beizustehen. Das Programm Aktion Integration ermöglicht Asylbewerbenden im Raum Ludwigsburg kulturell und sprachlich an der Gesellschaft teilzuhaben. In Stuttgart ermöglicht ein Mitwirken in der Arbeiterwohlfahrt (AWO) vielfältige und spannende Einsatzmöglichkeiten wie zum Beispiel als Betreuer in Waldheimen, Schülerbetreuung, Reiseleiter, internationaler Jugendbetreuer und vieles mehr. Daneben unterstützt die AWO die Ausbildung zum Jugendbetreuer (Juleica).