Studium

Stressprävention im Studium

Fast eine halbe Million Studierende leiden unter Stress und aus den daraus resultierenden (besonders psychischen) Krankheiten. Es besteht die Möglichkeit diesen Stress zu verringern oder gänzlich zu vermeiden. Hierzu gibt es verschiedene Strategien, diesen Druck zu reduzieren.

Zwischen Studienorganisation und Prüfungsphase

„Stress ist die Würze des Lebens“(Hans Selye)

Stress ist eine „unspezifische Reaktion des Körpers auf jegliche Anforderung“, ist jedoch nicht nur negativ besetzt, sondern lässt uns Menschen auch auf höchstem Niveau arbeiten. Nicht zuletzt deshalb leiden Studierende laut eigenen Aussagen, besonders während und vor der Prüfungsphase, besonders unter Stress. Einen weiteren druckerhöhenden Faktor im Studium stellt die Eigenverantwortlichkeit dar, da nicht wie gewohnt aus der Schule klare Vorgaben formuliert werden. Die hierbei auftretenden Stresshormone (Adrenalin, Cortison und Noradrenalin) können einerseits das Immunsystem schwächen, anderseits jedoch auch herausragende Leistungen hervorrufen. Ein Überschuss dieser Hormone führt jedoch zu noch mehr Stress und Überforderung. Ein Teufelskreis, aus dem ein Ausbruch nur noch schwer möglich ist.

Prüfungsstress kontrollieren und diesen bewältigen


Einige Studierende klagen über Stress im Studium. Die einen pendeln jeden Tag zwischen Heimat und Universität/Hochschule, andere müssen ihren elterlichen Aufgaben gerecht werden und wieder andere stehen dauerhaft aufgrund ihrer alltäglichen Termine unter Strom. Eine ruhelose Gesellschaft, die sich mit ihren Normen und Werten im ständigen Wandel befindet, übt ebenfalls einen starken Druck auf den Menschen aus. Ohne bestimmte regelmäßig auftretende Ruhepunkte, die für Gelassenheit, Souveränität, Gesundheit und innere Stabilität maßgeblich entscheidend sind, kann dem keiner standhalten. Dieser Stress lässt sich mithilfe verschiedener Methoden mindern oder gänzlich vermeiden. 
Es gibt zwei Wege um gegen Stress vorzugehen. Einerseits wirken viel Bewegung und auch gesunde Ernährung druckmindernd auf Körper und Geist. Studierende sollten aufgrund dessen die Sportangebote an den Hochschulen und Universitäten wahrnehmen, oder sich selbstständig sportlich betätigen. Andererseits werden Hochschulen und Universitäten meist lediglich in Verbindung mit Lernen und Leistungsdruck gebracht. Deshalb sollten Räume entstehen und vorhanden sein, um Freiraum für Geist und Gedanken zu bieten. Manche Universitäten und Hochschulen haben die Notwendigkeit solcher Räume bereits erkannt und sogenannte Ruheräume geschaffen. Diese Räume bieten atmosphärische Ruhe, sowie Sitz- und Liegemöglichkeiten zum Entspannen. 

Das Werk „Stress- Bewältigung und Lebensgewinnung“ (Hans Selye) befasst sich mit einem besonders effektivem Werkzeug gegen Stress. Die Selbstregulation. Dabei wird das eigene Handeln auf Ziele hin beobachtet und wenn nötig angepasst. Gedanken, Gefühle und das Verhalten während der Handlung (Ist-Zustand) werden mit dem angestrebten Zielzustand verglichen.


Dieser Artikel soll als Denkanstoß fungieren und etwas Sicherheit im Umgang mit Stress bieten. Nicht nur Studierende (und selbstverständlich auch Dozierende und Hochschulangestellte) können den Umgang mit Stress lernen, sondern auch die Institution (Hochschule und Universität) hat Möglichkeiten unterstützend zu agieren. Zunächst sollten Studierende selbst tätig werden! Sie sollen ihren Körper und gerade ihren Geist auf die anstehende Stresssituation vorbereiten, während die Hochschule versucht die bestmögliche Atmosphäre zu bieten.