Studium & Campusleben

CarshiPH - ein guter Beitrag zum Umweltschutz?

Das CarshiPH ist eine Einrichtung der PH Ludwigsburg in der in einer Moodle Gruppe gemeinsame Fahrten verabredet werden können. Leider ist die Kommunikation in dieser Gruppe unflexibel und das Projekt startete aufgrund der Pandemie schlecht.

Dieser Artikel stellt dar, welche Veränderungen es erfordert, damit das CarshiPH ein guter Beitrag zum Umweltschutz werden kann.

CarshiPH ist ein Projekt der PH Ludwigsburg, das von Studierenden im Rahmen der Veranstaltung „KLIMA – BILDUNG – NACHHALTIGKEIT“ entwickelt wurde. Die Idee: Studierende sollten sich miteinander abstimmen können, um dadurch gemeinsame Fahrten zu organisieren. Dadurch soll der Spritverbrauch pro Kopf gesenkt werden und somit die Umweltbelastung reduziert werden. Das Konzept ist also an bekannte Plattformen für die Mitfahrer:innensuche, wie z.B. BlablaCar, angelehnt. Die Idee dahinter ist so weit gut, wären da nicht drei Punkte, die entgegenwirken.

1. Die Corona-Pandemie

Kaum ein Artikel bleibt davon verschont, auch dieser nicht. Das CarshiPH wurde zum Ende des Wintersemesters 2019/2020 eingeführt - und wir wissen alle, was danach geschah. Die Pandemie hat uns Studierende härter getroffen als viele andere Gruppen, bis Oktober 2021 blieben die Hochschulen geschlossen und dadurch CarshiPH unnötig gemacht. So konnte das neu entwickelte Modell gar nicht erst anlaufen und sich beweisen.

2. Die fehlende Flexibilität, die mit dem Moodle-Kurs einhergeht

Ich gehöre der nun dritten Gruppe an, die sich im Rahmen des oben genannten Seminars des Projektes annimmt. Und für uns ist es klar, dass CarshiPH so nicht funktionieren wird. Der Moodle–Kurs ist passwortgeschützt und… naja er ist eben ein Moodle-Kurs! Es gibt kein direktes Feedback, wenn eine Fahrt oder ein Gesucht einstellt. Denn wenn  abends eine Mail mit den heutigen Beiträgen seiner Moodle-Kurse kommt, so wie das bei mir ist, dann ist das zu spät. Es gibt im Moodle-Kurs eine Datenbank, in die Fahrten und Gesuche eingetragen werden kann, aber dieses Tool scheint lediglich für das Bilden einer Stammgruppe – also einer festen Gruppe, die wöchentlich die gleichen Fahrten unternimmt - gut zu sein.

3. Datenschutz und der Schutz von uns Student:innen - und wohl mehr den :innen

Das Anliegen meiner Gruppe war es, dass wir eine Messenger-Gruppe erstellen, in der nicht nur Unsinn, sondern Fahrten und Gesuche geteilt werden können. So ist es beispielsweise möglich zu schreiben: ‘In 30 Minuten muss ich nach Heilbronn – kann mich jemand mitnehmen?‘ und es gäbe tatsächlich die Chance, jemanden zu finden, der oder die auch in 30 Minuten nach HN fährt! Aber wie könnte sichergestellt sein, dass dieser jemand auch ein (gehen wir mal davon aus!) vertrauenswürdiger Student der PH ist? Könnte es nicht auch eine zwielichtige Gestalt sein, die von dem hohen :innen-Anteil der PH gehört hat und nichts Gutes im Schilde führt? Als Person mit dieser Endung hätte ich wohl Bedenken, wenn es um eine Mitfahrt bei einem unbekannten Fahrer aus der Messenger-Gruppe ginge. Nun ja. Ich kam spätestens im Gespräch mit unserer sympathischen Beauftragten aus dem Nachhaltigkeitsbüro darauf. Außerdem gibt es ja den Datenschutz, den sie durch eine Messenger Gruppe in Gefahr sähe.

Moodle muss sein!

Nun ist also die Frage, wie diese Flexibilität auf Moodle erreicht werden kann. Und es ist an mir, diese zu klären. Ein Termin mit der Moodle-Beauftragten der PH später richte ich nun eine Chatfunktion für Teilnehmer:innen der Moodle Gruppe. So eine Funktion ist doch auch eine wünschenswerte Anwendung für Chatgruppen von Schüler:innen, die wir in freien Messenger-Systemen auch nicht entgleisen sehen wollen. Mit dieser neuen Funktion hat CarshiPH also das Potential, zu einem guten Beitrag der PH Ludwigsburg zum Umweltschutz zu werden.

Über diesen Link kommt ihr zur Moodle Gruppe des CarshiPH: https://moodle.ph-ludwigsburg.de/course/info.php?id=11482