Sport & Lifestyle

Fit durch Corona - wie die Verwandlung zur „Couchpotato“ vermieden werden kann

Sport wird von vielen Menschen als Ausgleich zum Alltag genutzt. Doch was tun, wenn diese Möglichkeit durch die Beschränkungen der Corona-Pandemie genommen wird? Dieser Artikel hilft dabei, sich physisch und psychisch fit zu halten, herauszufinden, ob sich angepriesene Workoutgeräte für Zuhause lohnen und wie es gelingt, Sport in den Alltag zu integrieren.

„Setze ich mich auf die Couch und schaue einen Film oder soll ich lieber eine Runde joggen gehen?
In diesem Zwiespalt hat sich wahrscheinlich Jede:r schon einmal wiedergefunden. Wenn die Wahl auf die sportliche Variante fällt, werden schnell die Sachen gepackt und ruckzuck befinde ich mich in der gewünschten Umgebung. Aber was ist, wenn diese Option nicht greifbar ist? Wenn es nicht möglich ist, in eine Schwimmhalle oder zu einem Tennisplatz zu fahren, um ein paar Stunden Sport zu treiben? Während der Coronapandemie wurden die zuvor unzähligen Sportmöglichkeiten zeitweise geschlossen und somit viele Anlaufstellen für sportliche Aktivitäten genommen. Dabei dient Sport nicht nur der körperlichen Fitness, sondern auch der mentalen Gesundheit. Ein veröffentlichter Beitrag des RKIs (Robert-Koch-Institut) zeigt, dass bei sportlicher Aktivität unter anderem Endorphine und Serotonin ausgeschüttet werden. Diese tragen zu einer besseren mentalen Gesundheit bei. Um die Barriere des Sportverbots zu umgehen, folgen einige Vorschläge und Ideen, damit Körper und Geist weiter auf Trab gehalten werden.

Der Artikel ist in voller Länge unter diesem Link zu finden: https://www.rki.de/DE/Content/Service/Sozialberatung/BGBL_Krprl_Akt_psych_Gesund.pdf?__blob=publicationFile

Bewegungs- und Sportmöglichkeiten im Freien
Um bei alten Hasen zu verweilen, ist natürlich das Joggen zu nennen. Da das nicht für Jede:n etwas
ist, ist das gelenkschonendere Fahrradfahren ebenfalls erwähnenswert. Nicht nur für junge, sondern auch für ältere Generationen ist das eine Alternative zum Laufen. Insbesondere seit das E-Bike auf
den Markt gekommen ist. In ländlicheren Regionen dauert es nicht lange, um Felder oder Wälder zu
erreichen und die frische Luft und schöne Umgebungen zu genießen. Auch das Seilspringen ist eine
abwechslungsreiche Möglichkeit, sich zu bewegen. Zudem werden bei diesem Training Kraft und Ausdauer gefördert und große Muskelbereiche wie die Schulter-, Bein-, und Bauchmuskulatur beansprucht. Nötig dafür ist natürlich ein Springseil, welches günstig im Internet zu finden ist. Sogenannte „calisthenics parks“ (öffentliche Trainingsplätze) ermöglichen das Trainieren ausschließlich mit dem eigenen Körpergewicht. Dabei wird an verschieden hohen Stangen, welche horizontal und vertikal im Boden befestigt sind, trainiert. Wer es etwas ruhiger angehen lassen möchte, kann wandern oder spazieren gehen. Bei einem Sonnenauf- oder Sonnenuntergang ergibt sich oftmals ein schönes Naturschauspiel.

Sport in den eigenen vier Wänden
Als kleine Bewegungspause während des Homeoffices ist es möglich, Finger- oder Stuhlyoga zu
betreiben. Diese etwas unbekannteren Yogaarten lockern Finger und Handgelenke und entspannen
den Rücken. Hierzu ist eine Vielzahl an Tipps und Übungen z.B. auf der bekannten Internetplattform
Youtube zu finden. Zur Zeit des Lockdowns sind viele Youtuber:innen auch durch deren Sportvideos bekannt geworden. Insbesondere Homeworkoutvideos, die im Wohnzimmer, vor dem Laptop oder dem Fernseher durchgeführt werden können, zählen dazu. Hierzu ist lediglich eine Fitnessmatte als Schutz der Knie und Ellenbogen vor dem harten Untergrund nötig. Natürlich ist Regelmäßigkeit das A und O, um eine Routine zu entwickeln, damit Ergebnisse sichtbar werden.

Trainingsgeräte für Zuhause
In jedem Fitnessstudio sind etliche Fitnessgeräte aufzufinden. Doch rentieren sie sich für das Eigenheim? Das Rudergerät und das Peloton-Bike sind zurzeit ‚der Renner‘ auf dem Fitnessmarkt. Von 300 Euro bis hin zum 10-Fachen kann für das Rudergerät gezahlt werden. Dabei gibt es Unterschiede bezüglich des Materials, der Farbe und vielem mehr. Für ein wahres Ruderfeeling ist es möglich, ein Gerät mit integriertem Wasserbehälter zu kaufen, um einen Wasserwiderstand zu spüren. Etwas günstiger ist das Peloton-Bike, dessen Preisspanne sich von ca. 800 bis 2.500 Euro erstreckt. Ein integrierter Bildschirm ermöglicht dem:r Nutzer:in zwischen verschiedenen Programmen, Schwierigkeitsstufen, u.v.m. auszuwählen. Je nach Intensität der Nutzung, machen sich unterschiedlich schnell Ergebnisse bemerkbar. Sicher ist hierbei allerdings, dass gewissenhaft eingekauft werden muss, da sonst eine Menge Geld in Form eines Bikes verstaubt.


Ich habe keine Zeit…
Doch! Sport in den Alltag zu integrieren ist einfacher als gedacht. Beispielsweise lässt sich die Zeit
während des Homeoffices flexibler gestalten oder der Fahrtweg fällt weg. Warum nicht in dieser Zeit ein Workout meistern? Auch wenn aller Anfang schwer zu sein scheint, Dranbleiben ist angesagt! Hat sich erst einmal ein Ritual, wie bspw. das Homeworkout nach dem Aufstehen oder der Abendspaziergang eingeschlichen, wird es schwer, diese wieder loszuwerden. Und selbst wenn die Motivation nachlässt, heißt es: Weitermachen!