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Wenn Bello mal wieder in der Online Vorlesung durchs Bild huscht

Diesen Moment kennen wir doch alle: Du sitzt in der Online Vorlesung und schaust auf mehr oder weniger interessierte Gesichter, als plötzlich alle anfangen zu strahlen. Was passiert ist? Ist doch klar, auf dem Bild eines Studis ist eine kleine Fellnase erschienen, die nach Aufmerksamkeit sucht.

Doch ist es wirklich eine gute Idee sich während des Studiums einen Hund zuzulegen oder sollte die Anschaffung lieber für nach dem Studium aufgeschoben werden?

“Ein Traum wird wahr”

Endlich ist es soweit und der Traum vom eigenen Hund wird wahr - trotz des Studiums.

Der neue Begleiter im Leben bringt viel Freude und jede Menge neue Lachmuskeln mit sich. Dadurch bietet er einen idealen Ausgleich zum Studium. Viel Bewegung an der frischen Luft ist bekanntlich sehr positiv für Körper und Geist. Die Lern- oder Vorlesungspausen können im Alltag optimal mit einem Spaziergang und einer freudigen Ablenkung genutzt werden. Danach kann der Kopf frisch in die nächste Lernphase starten. Zu lernen, seinen Alltag zu strukturieren und Verantwortung zu übernehmen, sind ebenfalls positive Nebeneffekte, die das Leben mit einem Hund mit sich bringt. Durch die Semesterferien und die teilweise eigene Gestaltung des Stundenplans, bietet der Alltag doch ziemlich viel Zeit um sich mit dem Hund ausreichend zu beschäftigen und die Erziehung zu managen. So viel Zeit bietet das Berufsleben meistens nicht. Gerade für die Anfangsphase des Welpen oder die Eingewöhnung eines erwachsenen Hundes ist viel Zeit enorm wichtig. 

„Ich habe doch sowieso schon viel zu viel zu tun“

Neben diesen Vorteilen gibt es natürlich auch einige Argumente, die einen die Anschaffung eines Hundes nochmal überdenken lassen. Beispielsweise muss zunächst die finanzielle Lage stimmen. Ein Vierbeiner kann je nach Rasse und Zucht gut und gerne ein halbes oder ganzes Monatsgehalt kosten - von 300 bis 3000€ ist da alles dabei. Hinzu kommen Kosten für Ausstattung, Verpflegung, Hundeschule, Versicherungen (Kranken-, OP-, Haftpflichtversicherung etc.), Tierarztkosten und auch die Hundesteuer dürfen nicht vergessen werden.

Doch der Vierbeiner kostet uns nicht nur Geld und manchmal alle Nerven. Er nimmt auch sehr viel Zeit im Tagesablauf ein. Ein mittelgroßer Hund sollte 2-3 Mal am Tag für mindestens eine Stunde Gassi gehen dürfen. Diese Zeit könnten Student*innen auch in Lernen oder eine Hausarbeit investieren. Dabei ist die Zeit, in der man für ihn einkauft, ihm zu Hause Futter vorbereiten muss und mit ihm spielt, noch gar nicht mit eingerechnet. Aus diesen Gründen geraten Hundebesitzer*innen auch meist in Erklärungsnot, denn viele Mitmenschen können nicht nachvollziehen, dass jemand trotz aller Widrigkeiten auch während des Studiums einem Hund ein Zuhause schenken möchte. 

„Soll ich? Soll ich nicht?“

Ob die Entscheidung, sich während des Studiums einen Hund zuzulegen, nun gut ist, kann grundsätzlich nicht mit ja oder nein beantwortet werden. Diese Frage muss Jede*r für sich selbst prüfen und abwägen. Es ist aber definitiv möglich und sehr gut mit dem Studium zu vereinbaren. Bekanntlich setzt das Streicheln eines Tieres Glückshormone frei und wer lehnt schon freiwillig eine tägliche Portion Glück ab?