Campusleben

Schwabe sein ist jetzt Trend!

Nachhaltigkeit ist schon lange ein wichtiges Thema. Es ist ein Trend, welcher nicht mehr nur von Öko-Trullas und Hippies in Haremshosen gelebt wird. Doch wie setzt der Student mit kleiner Geldbörse dies um?

Ja, den Klimawandel gibt es wirklich. Eine Studie von Greenpeace zeigt, dass in den letzten Jahren die Zahlen der Menschen, die aufgrund der Klimaveränderungen flüchten mussten, enorm gestiegen sind. Laut des "Internal Displacement Monitoring Center“ sind allein in den Jahren 2008 bis 2015 wegen Fluten 110 Millionen Menschen aus ihrer Heimat geflohen, weitere 60 Millionen mussten wegen Stürmen fliehen. Europa wurde bisher noch weitestgehend von den negativen Folgen des Klimawandels verschont, allerdings müssen gerade Länder wie Deutschland ihren Konsum massiv überdenken, sonst werden sich die Folgen weiter verschlimmern.

Wer als bewusste Studentin oder als bewusster Student seinen Teil zum Erhalt dieser Erde beisteuern möchte, fragt sich zwangsläufig, wie man dies mit kleinem Budget umsetzen kann, denn Nachhaltigkeit ist doch teuer! Oder?

Nachhaltige Produkte erscheinen meist nur auf den ersten Blick teurer, allerdings sind sie auf die Zeit umgerechnet oft günstiger. So kostet beispielsweise ein Shampoo beim gewohnten Drogeriemarkt um die 3€ Euro, ein festes Shampoo welches "fair" ist, ohne die übliche Plastikverpackung auskommt und aus einem Weltladen stammt um die 7€ Euro. Ein festes Shampoo hat den großen Vorteil, dass man viel weniger Produkt verbraucht. So hält ein festes Shampoo mindestens dreimal so lange wie ein flüssiges Shampoo und schon wurde gespart. Außerdem ist in solchen Produkten kein Mikroplastik vorhanden. Das Prinzip lässt sich natürlich genauso auf waschbare Wattepads, Seife statt Duschgel, Menstruationstassen oder auch selbstgemachtes Waschmittel anwenden. Um Waschmittel selbst herzustellen braucht man lediglich drei Zutaten: - Natron, Soda und Kern-/Olivenseife. Super- easy, superschnell und außerdem wäscht man ohne die üblichen Chemieschleudern, deren Reste dann über das Abwasser im Meer landen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Fleischkonsum. Am besten für die Umwelt wäre es, wenn die Menschen ganz auf Fleisch verzichten würden. Für die Herstellung eines Kilogramms Rindfleisch werden laut Greenpeace 13,3 Kilogramm Co2 freigesetzt. Bei einer fleischfreien Ernährung ist es nur ein Bruchteil davon. Sollte nicht ganz auf Fleisch verzichtet werden können, wäre es ein Schritt in die richtige Richtung den Konsum wenigstens zu reduzieren. Des Weiteren ist eine pflanzliche Ernährung um einiges günstiger.

Doch es gibt natürlich auch Produkte die teurer sind, wie eine Bambuszahnbürste oder nachhaltige Mode. Hier der Tipp - die Mischung machts! Nachhaltigkeit bedeutet ja auch nur, dass zu konsumieren was wirklich benötigt wird. Das heißt, vor jedem Kauf sollte überlegt werden, ob die neue Jeans wirklich nötig ist oder nicht doch die fünf reichen, die im Kleiderschrank liegen. Wenn dann der Entschluss getroffen ist, dass eine neue Jeans benötigt wird, kann sie entweder Second-Hand erworben werden oder eben "fair". Fair bedeutet, dass der Gegenstand möglichst ressourcen- und umweltschonend produziert wurde und dass alle Arbeiter, die bei der Herstellung beteiligt waren einen gerechten Lohn erhalten. Dadurch, dass in anderen Bereichen viel Geld gespart wurde, kann dann auch mal in ein faires Stück investiert werden, außerdem sind faire Kleidungsstücke meist besser verarbeitet und somit auch langlebiger als die 20€ H&M Jeans.

Nachhaltigkeit ist ein Thema, welches im ersten Augenblick kompliziert erscheint, nach etwas Recherche jedoch gut umsetzbar ist und das Leben in vielen Dingen vereinfachen kann.

Zur weiteren Recherche ein paar Links:

https://www.avocadostore.de/products/45561-waschbare-abschminkpads-im-10-er-pack-imsevimse (waschbare Wattepads)

https://www.armedangels.de (faire Jeans)

https://wastelandrebel.com/de/umweltfreundliches-waschmittel-in-7-minuten-selber-machen/ (Waschmittelrezept)