Campusleben

Mit tierischer Unterstützung durchs Studium

Haustiere sind doch bekanntlich die größten und zugleich unerfüllten Kindheitswünsche. Wenn aber erst das Studentenleben und damit ein oftmals eigenständiges Leben beginnt, kann überlegt werden, sich diesen Traum zu erfüllen. Aber sind Haustiere und Studium überhaupt unter einen Hut zu bringen?

Hunde können beim Lernen helfen und unterstützen. Aber sind Haustiere trotzdem für Studierende geeignet?

Gute Neuigkeiten für alle, die sich einen tierischen Begleiter zulegen wollen – ja, es ist möglich. Sogar sehr gut, teilen Studierende, die bereits Erfahrungen mit eigenen Vierbeinern gemacht haben, mit. Sie schildern ihre Erlebnisse in Blogs und Geschichten auf Internetplattformen wie unicum und liefern durch Erfahrungsberichte und Interviews in Zeitungen Einblicke in ihren Alltag.
Studierende sind meist flexibler als Berufstätige und das ist besser für die Haltung eines Haustieres geeignet. Da Studierende sich ihre Zeit selbst einteilen können und zum Lernen oft daheim sind, sind Haustiere bei ihnen nicht so viel allein. Auch eine kleine Wohnung ist nicht unbedingt ein Nachteil. Für manche Tiere braucht man einfach nur ausreichend Platz für ein Gehege und Hunden beispielsweise, kommt es auf den Raum zuhause nicht an, es zählt der Auslauf. Eine WG könnte sogar von Vorteil sein, denn hier kann die Zeit für das Tier aufgeteilt werden. Trotzdem müssen sich Studierende, die sich ein Haustier anschaffen wollen, über einige Abstriche im Klaren sein: Haustiere kosten Zeit und Geld und sollten eigentlich nicht allein gelassen werden. Gerade das spricht zwar auf der einen Seite für, auf der anderen Seite auch gegen die Spontanität der Studierenden. Wenn das aber richtig anpackt, die Ausgaben einkalkuliert werden, man Freunde und Familie hat, die einem die Arbeit auch mal abnehmen, und an ein artgerechtes Leben des Tieres nach dem Studium gedacht wird, kann einem das gut gelingen. Außerdem bringt ein Haustier auch viele Vorteile mit sich, denn der Halter lernt Verantwortung zu übernehmen und seine Zeit besser zu managen – wichtige Vorrausetzungen für ein Studium.

Vor allem sind Haustiere wie Hunde ein guter Ausgleich.  Aber nicht nur beim Spaziergang kann man abschalten oder das Gehirn aktivieren. Laut einer Spiegel Reportage vom Dezember 2012 über Hunde-Therapien gegen Prüfungs- und Lernstress sorgen Hunde generell für einen Entspannungseffekt beim Lernen. Einige Universitäten in den USA und in Kanada setzen schon auf die therapeutische Wirkung von Hunden. Sie sollen den Blutdruck und den Spiegel des Stresshormons Kortisol senken und so das Wohlbefinden stärken und sich allgemein positiv auf Stress auswirken. Die perfekte Lernpause also!

Leider ist das in Deutschland noch nicht möglich. Immer mehr Universitäten verbieten Haustiere im Hörsaal, obwohl sie keine Ablenkung, sondern eher Gegenteiliges bezwecken. Sogar quirlige Tiere können unterstützend sein, denn sie helfen gegen Müdigkeit und erleichtern den Kontakt zu anderen Studierenden. Doch lediglich die Uni Augsburg setzt auf tierische Interaktion durch Streicheleinheiten und Schmuseleien für ihre freundliche Campus Katze. Das finden viele Studierende gut und meinen, dass sich jede Uni eine Scheibe von abschneiden sollte.

Worüber leider nie richtig nachgedacht wird: Zukunftsplanung – die ist mit Haustieren besonders wichtig! Aber das sollte für Lehramtsstudenten ja kein Problem sein. Lehrende können zum Beispiel ihre Hunde zu Schulbegleithunden ausbilden lassen und sie später einfach regelmäßig in die Schule mitnehmen, denn Schulbegleithunde dürfen ihre Besitzer, also Pädagogen, nach ein paar Ausbildungen sogar in die Klassen begleiten und diese dort unterstützen. Tier- oder hundegestützte Pädagogik wird das dann genannt. Schließlich hat ein Haustier ja auch positive Auswirkungen auf Schüler.