Campusleben

Goodbye, Hotel Mama! Wie es sich anfühlt, in einer WG zu leben

Von zu Hause auszuziehen, stellen sich die meisten als etwas Tolles und Aufregendes vor - ganz alleine Entscheidungen treffen und die Eltern machen keine Vorschriften mehr.

Meist beginnt nach dem Abitur die Wohnungssuche. Wie katastrophal die Wohnraumsituation in Stuttgart ist, weiß vermutlich jeder. Nachdem der Schock hinsichtlich der Mietpreise halbwegs verdaut wurde, folgen nach kurzer Zeit die ersten WG-Castings. Hierbei sollte man geduldig sein, denn auch wenn die Suche anfangs meist ausweglos erscheint, so findet jeder früher oder später eine passende Abstellkammer für kleines Geld.

Die Schattenseiten des WG-Lebens lassen meist nicht lange auf sich warten. Einer der häufigsten Streitpunkte ist der Putzplan. Für die einen ist es selbstverständlich, dass es einen Putzplan geben wird, sodass jeder Bewohner seine festen Aufgaben hat und ein totales Versinken im Chaos verhindert wird. Andere wiederrum halten den Haushalt für weniger relevant.

In manchen Fällen können sich die Bewohner glücklich schätzen, wenn sie in der Küche noch einen (sauberen) Löffel finden und diese nicht erst aus den Zimmern der Mitbewohner zusammensuchen müssen. Andere teilen  die Badezimmer so auf, dass die weniger sauberkeitsaffinen Bewohner ein bestimmtes Bad benutzten.

Ebenfalls kann es problematisch werden, wenn es zu Kommunikationsproblemen kommt. Es ist selbstverständlich, dass es im Zusammenleben zu Situationen kommt, die Kritik erfordern. Probleme sollten direkt angesprochen und nichts in sich hineingefressen werden, um auch weiterhin ein für alle angenehmes Zusammenleben zu garantieren.

Generell ist es wichtig, sich vor dem Einzug in eine Wohngemeinschaft Gedanken darüber zu machen, worauf Wert gelegt werden sollte und welcher WG-Typ man ist. Leute, die lieber alleine sind, Wert auf Privatsphäre legen und die Türe lieber hinter sich schließen, sollten eine Zweck-WG wählen.

Wer bereit ist, sich ein bisschen zu öffnen, kann mit seinen Mitbewohnern allerdings auch eine tolle Zeit erleben. Positiv an gemeinsamen Weintrinken in der eigenen Küche ist in diesem Fall nicht nur der schnelle Weg ins Bett, sondern auch die Geselligkeit aus der im Idealfall tolle Freundschaften entstehen können.