Campusleben

Amsterdam als Vorbild für Ludwigsburg

30 Grad und Sonnenschein: es ist heiß. Es geht jetzt abwärts, nachdem es endlos lange aufwärts ging. Die Haare wehen im Fahrtwind, um uns herum Maisfelder und Apfelbäume. Es riecht nach frischem Obst, es riecht nach grünem Gras, es riecht nach und Sommer und außer uns beiden, begleiten uns nur unsere Fahrräder.

Doch ist so eine Strecke in Ludwigsburg überhaupt realistisch und umsetzbar? Und überhaupt, gibt es in Ludwigsburg genügend befahrbare und sichere Radwege? Ist es denn überhaupt sinnvoll, sich hier eines zuzulegen?

Die Debatte um Autos und Fahrräder, war bereits Ende August 2017 in den Stuttgarter Nachrichten ein bedeutsames Thema, als der Bau des Radwegs an der Marbacher Straße Richtung Neckarweihingen beschlossen wurde.
Doch nicht nur das. In den letzten Jahren wurde Ludwigsburg immer fahrradfreundlicher. Zum Beispiel wurde monatelang der Kreisverkehr am Sonnenberg gebaut, bei welchem auch die Fahrradfahrer berücksichtigt wurden. Hinzu kommen außerdem Projekte wie beispielsweise die auch vom Innenministerium unterstützte „Aktion sicherer Schulweg“, bei der Radwege für die SchülerInnen in Ludwigsburg sicherer gestaltet werden sollen. Darüber hinaus, werden seit 2011 ca. 400 neue Fahrradabstellmöglichkeiten der Stadt Ludwigsburg zur Verfügung gestellt. Damit sollen  die Bürgerinnen und Bürger dazu motiviert werden, können, ab und an öfter das Fahrrad zu nehmen, um in die Stadt zu gelangen, wodurch diese umweltbewusster leben können.
Auch zwischen Ludwigsburg und Kornwestheim wurde im Sommer 2016 ein neuer Fahrradweg eingeweiht. Um auf die  oben gestellten Fragen zurückzukommen: Ja, so eine ist Strecke in Ludwigsburg durchaus im Stadtteil Ossweil auf den Feldern und hoch auf dem Lemberg realistisch. Und ja, es ist sogar sehr sinnvoll sich in Ludwigsburg ein Fahrrad anzulegen, um umweltbewusster zu leben und die Feinstaubbelastung vorzubeugen.

Nichtsdestotrotz kann eine Stadt nie fahrradfreundlich genug ausgestattet sein,  wie es an der holländischen Stadt Amsterdam zu erkennen ist, die sich selbst zur „Stadt der Fahrräder“ ernannte, wie der Spiegel berichtete. Hierbei geht es darum, dass die Straßen zu Radwegen umgebaut werden, in denen Autos teilweise nur in Ausnahmefällen erlaubt sind und sich  vollkommen den Radfahrern anpassen müssen. Ganze 73% der Amsterdamer besitzen ein Fahrrad.


Es ist also noch deutlich Luft nach Oben. Dennoch ist nicht zu leugnen, dass sich Ludwigsburg in der Vergangenheit sehr entwickelt hat und immer noch sehr bemüht.